Ein Zeichen gegen das Vergessen: Internationale Fotoausstellung am Gymnasium Haren

Das Gymnasium Haren zeigt vom 15. August bis 5. September 2026 auf seinem Schulhof die international beachtete Ausstellung “Gegen das Vergessen“ des Fotografen Luigi Toscano, Künstler und Initiator der Ausstellung.

Mit seinen großformatigen Porträts von Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung möchte Toscano den letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein Gesicht geben und ihre Geschichten für kommende Generationen bewahren. Seine Ausstellung ist zugleich ein eindringlicher Appell gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Ausgrenzung.

Die Fachgruppe Geschichte des Gymnasiums Haren hat die Ausstellung an die Schule geholt, um Erinnerungskultur erfahrbar zu machen und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit über den Unterricht hinaus in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Begegnungen und Gespräche mit dem Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg haben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in ihrem Anliegen bestärkt, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen. Damit fühlt sich die Schule zugleich dem Anliegen Weinbergs verpflichtet, der immer wieder dazu aufrief, die Erinnerung lebendig zu halten und insbesondere junge Menschen für die Folgen von Ausgrenzung und Hass zu sensibilisieren. Sein Appell “Macht den Mund auf, wenn Unrecht geschieht!” verbindet sich so auch mit der Ausstellung.

Mit der öffentlichen Präsentation auf dem Schulgelände lädt das Gymnasium Haren ausdrücklich auch Bürgerinnen und Bürger der Stadt Haren und der Region Emsland zum Besuch der Ausstellung ein. Die Begegnung mit den Porträts und Lebensgeschichten eröffnet einen persönlichen Zugang zur Geschichte und regt dazu an, Verantwortung für Demokratie, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander zu übernehmen.

Die Ausstellung ist vom 15. August bis 5. September 2026 auf dem Schulhof des Gymnasiums Haren zu sehen. Der Besuch ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. Sollten Besucher während der Unterrichtszeit die Ausstellung besuchen wollen, ist eine vorherige Anmeldung über das Sekretariat notwendig. Eine Projektgruppe am Gymnasium ist aktuell dabei, QR-Codes mit hinterlegten Informationen zu den Porträtierten zu erstellen, die beim Gang durch die Ausstellung abgerufen werden können.

K. Kleesiek-Herding