In diesem Jahr nahm das Gymnasium Haren erstmals am bundesweiten Schulaktionstag „Anne Frank Tag“ gegen Antisemitismus und Rassismus teil.
Das diesjährige Motto „Geschichte erzählen“ griff einen zentralen Gedanken auf: Geschichte wird nicht nur in Büchern vermittelt, sondern vor allem dann lebendig, wenn Menschen sie weitergeben und miteinander ins Gespräch kommen. Aus diesem Grund haben wir uns in der Planung für ein jahrgangsübergreifendes Projekt entschieden: Die Religions- und Werte- und Normenkurse des 11. Jahrgangs hatten unter Leitung von Frau Edel, Frau Gerdes und Frau Leggedör den Projekttag für die 5. Klassen vorbereitet und durchgeführt. Mit großem Engagement und spürbarer Sorgfalt entwickelten die älteren Schülerinnen und Schüler Workshops, Stationen und Begleitmaterialien, die den jüngeren Teilnehmenden einen altersgerechten und zugleich eindrücklichen Zugang zum Thema ermöglichten.
Im Mittelpunkt des „Anne-Frank-Tages 2026“ stand nicht nur die Geschichte Anne Franks, sondern in diesem Jahr auch in besonderer Weise die Lebensgeschichte ihrer älteren Schwester Margot Frank.


Die Schülerinnen und Schüler unseres 5. Jahrgangs nahmen an verschiedenen Workshops teil, in denen sie sich auf unterschiedliche Weise mit Themen rund um jüdische Geschichte, Ausgrenzung, Erinnerung und Zivilcourage beschäftigten. Dabei ging es nicht allein um Faktenwissen, sondern auch um Fragen des Verstehens und der Empathie.


Einen besonderen Höhepunkt stellte die Stadtrallye im Harener Stadtgebiet dar, bei der die Schülerinnen und Schüler die Spuren jüdischer Geschichte in ihrer eigenen Umgebung erkundeten.


Ein weiteres Highlight war der Rundgang durch das „Anne Frank Haus“, welcher mithilfe von VR-Brillen möglich wurde. Diese eindrucksvolle Form der Annäherung bot den Lernenden die Gelegenheit, Räume und Atmosphären virtuell zu erleben und sich besonders intensiv mit der Lebenswelt Anne Franks auseinanderzusetzen. Nicht nur für die jüngeren Schülerinnen und Schüler war dieser Zugang einprägsam und bewegend.


Der gesamte Tag war sorgfältig vorbereitet und wurde von den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs mit viel Geduld, Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein begleitet. Sie schufen für die 5. Klassen einen Lernraum, in dem Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und neue Perspektiven gewonnen werden konnten.
Inhaltlich knüpfte der „Anne Frank Tag“ zugleich an eine vorausgegangene Exkursion des 10. Jahrgangs nach Westerbork (Niederlande) an. Auch dort stand die Auseinandersetzung mit der Geschichte Anne Franks im Zentrum. Der Besuch der Gedenkstätte bot eine weitere, sehr unmittelbare Perspektive auf die nationalsozialistische Verfolgung und Deportation jüdischer Menschen und vertiefte das historische Lernen über den Unterricht hinaus.

Die sorgfältige Vorbereitung und das hohe Engagement aller Beteiligten machten den „Anne Frank Tag 2026“ am Gymnasium Haren zu einem besonderen Projekttag, der in Erinnerung bleiben wird. Die Bilder des Tages geben einen schönen Einblick in die Arbeit, die Begegnungen und die vielen gelungenen Momente dieses besonderen Schulvormittags.
