Vom 15. bis 19. Juni machte sich die Jahrgangsstufe 10 auf den Weg nach Berlin. Nach der Zugfahrt kamen wir am Berliner Hauptbahnhof an und mussten unser Gepäck erst einmal über gefühlt jedes Kopfsteinpflaster Berlins bis zum Hostel schleppen. Nach dem Einchecken und dem Beziehen der Zimmer konnten wir den Abend noch in Freizeit ausklingen lassen und Berlin schon erstmalig erkunden.



Am Dienstag stand zunächst eine Spreefahrt auf dem Programm. Bei bestem Wetter konnten wir viele bekannte Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus entdecken. Auch welche die wir später noch von innen oder auch oben sehen konnten. Anschließend ging es zu den Berliner Unterwelten, wo wir spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt bekamen. Besonders beeindruckend war es, die verborgenen Bunker und Tunnel einmal selbst zu sehen und einen Eindruck der damaligen Situation zu bekommen. Dank der vielen Freizeit blieb außerdem genügend Zeit, gemeinsam viele verschiedene Essensspots zu besuchen oder die Stadt weiter zu erkunden.



Am Mittwoch besuchten wir zunächst den Bundesrat. Dort nahmen wir an einem Planspiel teil und schlüpften in die Rollen der einzelnen Mitglieder. Gemeinsam diskutierten wir über einen Gesetzesvorschlag und erfuhren dabei Schritt für Schritt, wie ein Gesetz überhaupt entsteht und welchen Weg es nimmt. Unser Gesetzesvorschlag wurde am Ende allerdings abgelehnt. Politik ist vielleicht also doch nicht so was für uns. Anschließend ging es weiter in den Bundestag. Eigentlich war dort noch ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann geplant. Dieses musste jedoch kurzfristig ausfallen, sodass stattdessen ihr Vertreter unsere Fragen beantwortete und uns interessante Einblicke in die Arbeit des Bundestages gab.
Ein besonders bewegender Programmpunkt war am Donnerstag der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Unser Guide war selbst ehemaliger Häftling und berichtete sehr eindrucksvoll von seinen Erlebnissen. Dadurch konnten wir uns die Situation der Menschen damals deutlich besser vorstellen. Viele von uns nahmen neue Eindrücke und Denkanstöße mit.




Am Nachmittag folgte dann die Mauertour mit dem Fahrrad und das bei über 30 Grad. Die Tour war zwar anstrengend, machte aber trotzdem viel Spaß. Ganz ohne kleine Pannen lief sie allerdings nicht: Bei einem Fahrrad sprang gleich zweimal hintereinander die Kette heraus, bevor sie schließlich ganz riss. Auch unser Tourguide Ulf blieb nicht verschont und musste wegen eines platten Reifens einen ungeplanten Stopp einlegen. Trotz Hitze und kleiner Zwischenfälle ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und meisterten die Tour gemeinsam. Am Freitag blieb vor der Heimreise noch etwas Freizeit. Die Rückfahrt verlief dann etwas turbulenter als geplant, da ein Zug ausfiel und wir kurzfristig umplanen mussten. Am Ende kamen aber alle gut wieder in Haren an. Mit vielen neuen Eindrücken, lustigen Erinnerungen und einigen Geschichten, über die wir wahrscheinlich noch lange lachen können.

Alea Connemann (10c, 2025/26)
