Anlässlich des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnerte unsere Schulleiterin Frau Gerdes zusammen mit Elias Efken (Jg. 11) bereits heute an die Bedeutung des Tages.
Am 8. Mai 2026 werden Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe „Erinnerungstafeln für die Kriegsgräberstätte Wesuwe“, die sich zusammen mit den Historikern der Gedenkstätte Esterwegen und Frau Kleesiek-Herding seit einigen Monaten intensiv mit der Geschichte der Emslandlager und der regionalen Erinnerungskultur beschäftigen, am Kriegerdenkmal vor der St.-Martinus-Kirche in Haren eine kleine Gedenkaktion realisieren.
Die heutige Ansprache im Wortlaut:
„Guten Morgen, hier sind Dunja Gerdes und Elias Efken.
Morgen ist der 8. Mai. An diesem Tag endete vor 81 Jahren der Zweite Weltkrieg in Europa. Das nationalsozialistische Regime kapitulierte – Krieg, Terror und Verfolgung fanden ein Ende. Für viele Menschen begann damit ein neuer, oft schwieriger Weg in die Freiheit.
Wofür steht das Kriegsende für uns Deutsche?
Der Zweite Weltkrieg forderte weit über 60 Millionen Menschenleben weltweit. Etwa 6 Millionen Jüdinnen und Juden wurden im Holocaust ermordet. Millionen weitere Menschen wurden verfolgt, verschleppt, vertrieben oder getötet. Auch hier im Emsland haben Häftlinge, Strafgefangene und Kriegsgefangene in den 15 Konzentrationslagern gelitten; mehr als 20.000 Menschen kamen hier in den Lagern ums Leben.
Warum erinnern wir uns?
Der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung. Er erinnert uns an das unermessliche Leid und an die Opfer von Gewalt und Unrecht. Wir erinnern uns an diesen Tag, weil uns die Geschichte verpflichtet, wachsam zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Diese Verantwortung endet nicht mit der Vergangenheit – sie bleibt ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft. Für uns alle.
Dieser Tag macht uns auch die Bedeutung von Frieden und Sicherheit bewusst. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit – er muss immer wieder geschützt und bewahrt werden. Sicherheit und Freiheit sind die Grundlage für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben.
Der 8. Mai mahnt uns daher ganz besonders, für Demokratie, Frieden und Freiheit einzustehen und jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten.
Genau dafür treten wir am Gymnasium Haren ein.“

