Erfolreiche Ausstellungseröffnung im Emsland Moormuseum

Ein Fotoprojekt der ehemaligen Klasse 11c (2025/26) findet seinen krönenden Abschluss in einer Sonderausstellung im Emsland Moormuseum

Was ursprünglich als fotografische Projektarbeit im Kunstunterricht begann, hat in den vergangenen Monaten eine besondere Entwicklung genommen: Die Fotografien der ehemaligen Klasse 11c sind nun in einer Sonderausstellung im Emsland Moormuseum in Geeste zu sehen.

Im vergangenen Schuljahr hatten sich die Schüler:innen zunächst theoretisch mit unterschiedlichen Bereichen der Fotografie auseinandergesetzt. In Referaten beschäftigten sie sich unter anderem mit Architektur- und Landschaftsfotografie, Makrofotografie, Licht und Schatten, Schwarz-Weiß-Fotografie sowie experimentellen fotografischen Verfahren. Diese Kenntnisse sollten anschließend nicht nur im Unterricht erprobt, sondern an einem außerschulischen Lernort praktisch angewendet werden.

Dafür entstand in Zusammenarbeit mit dem Emsland Moormuseum eine besondere Projektidee: Die Schüler:innen erhielten die Möglichkeit, das weitläufige Museumsgelände fotografisch zu erkunden und den Ort aus ihren eigenen Perspektiven festzuhalten. Neben der Landschaft boten die historischen Gebäude, die Spuren der früheren Moorkultivierung, die Industriekultur sowie die Tiere auf dem Gelände zahlreiche unterschiedliche fotografische Motive.

Der mehrstündige Fototag im Museum bildete zugleich die Grundlage für eine Klausurersatzleistung im Fach Kunst. Die Schüler:innen sollten die verschiedenen fotografischen Genres gezielt erproben, ihre Aufnahmen anschließend auswählen und daraus ein individuelles Portfolio entwickeln. So entstanden insgesamt rund 200 Fotografien, von denen viele durch ungewöhnliche Perspektiven, bewusste Bildkompositionen und einen eigenständigen Blick auf das Museumsgelände überzeugten.

Ursprünglich war vorgesehen, aus den entstandenen Arbeiten einige Motive für eine Postkartenserie des Emsland Moormuseums auszuwählen. Bei der Sichtung der Fotografien zeigte sich jedoch schnell, dass die Ergebnisse weit über diese ursprüngliche Idee hinausgingen. Das Museumsteam war von der Vielfalt und Qualität der Aufnahmen so angetan, dass die Idee entstand, eine größere Auswahl der Fotografien im Rahmen einer Sonderausstellung zu präsentieren.

Am 10. September 2026 war es schließlich so weit: Im Emsland Moormuseum wurde die Ausstellung feierlich eröffnet. Zahlreiche Schüler:innen der ehemaligen 11c, ihre Familien, Lehrkräfte sowie Vertreter:innen des Museums waren gekommen, um den Abschluss des gemeinsamen Projekts zu feiern.

Nach der Begrüßung durch die Museumsleitung Frau Dr. Hasselberg richtete zunächst Frau Gerdes einige Worte an die Gäste. Anschließend gab Frau Thomann einige Einblicke in die Entstehung des Projekts. Besonders persönlich wurde die Eröffnung durch die Beiträge der Schülerinnen Jana Hagen und Anna Schepers, die das Projekt und ihre Erfahrungen aus Sicht der beteiligten Schüler:innen vorstellten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Bekanntgabe der ausgewählten Fotografien für die geplante Postkartenserie. Felix Greve, Lea Broens und Anna Schepers wurden mit ihren Arbeiten als Gewinner des Postkartenwettbewerbs ausgezeichnet.

Bei Kaffee, Kuchen und Getränken blieb anschließend viel Zeit für Gespräche und einen gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung. Dabei konnten die Gäste nicht nur die Fotografien der ehemaligen 11c betrachten, sondern auch die weiteren Ausstellungen erkunden.

Für die Schüler:innen war die Ausstellungseröffnung ein besonderer Abschluss ihrer Projektarbeit: Aus einer Aufgabe im Kunstunterricht sind Fotografien entstanden, die nun öffentlich in einem Museum gezeigt werden und teilweise sogar als Postkartenmotive des Emsland Moormuseums weiterverwendet werden sollen.

Das Projekt zeigt damit eindrucksvoll, wie aus schulischer Kunstpraxis durch die Zusammenarbeit mit einem außerschulischen Partner etwas entstehen kann, das über den Unterricht hinaus Bestand hat – und wie ein vertrauter Ort durch den Blick junger Fotograf:innen ganz neu sichtbar werden kann.

Merle mit dem Titelbild der Ausstellung

F. Thomann