Schulsozialarbeit

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mein Name ist Bettina Schulten und ich bin Diplom-Sozialpädagogin/-Sozialarbeiterin. Seit vielen Jahren bin ich im Bereich der Schulsozialarbeit tätig und durfte dabei an Grund- und Oberschulen sowie an einem Gymnasium vielfältige Erfahrungen sammeln. In dieser Zeit habe ich unterschiedliche Angebote und Projekte entwickelt und umgesetzt und konnte zahlreiche Erfahrungen in den Bereichen Beratung, Prävention, sozialpädagogische Gruppenarbeit und Netzwerkarbeit sammeln.

Mit Beginn des neuen Schuljahres habe ich mich bewusst für den Wechsel an das Gymnasium entschieden. Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe und darauf, meine bisherigen Erfahrungen einzubringen, neue Ideen zu entwickeln und die Schulsozialarbeit an dieser Schule gemeinsam mit allen Beteiligten weiterzugestalten.

Was bedeutet Schulsozialarbeit?

Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges sozialpädagogisches Angebot innerhalb der Schule. Sie verbindet die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler mit dem schulischen Alltag und unterstützt dabei, gute Bedingungen für Bildung, persönliche Entwicklung und ein gelingendes Miteinander zu schaffen.

Dabei geht es nicht ausschließlich darum, Probleme zu lösen, wenn bereits Schwierigkeiten entstanden sind. Schulsozialarbeit setzt präventiv, beratend, unterstützend und vernetzend an. Sie nimmt Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Lebenssituation wahr und begleitet sie bei persönlichen, sozialen und schulischen Herausforderungen.

Das Beratungsangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Lehrerinnen und Lehrer und weitere pädagogische Fachkräfte.

Die Beratung ist grundsätzlich freiwillig, vertraulich und niedrigschwellig. Das bedeutet: Niemand muss erst eine große Krise haben, um die Schulsozialarbeit aufzusuchen. Auch kleinere Sorgen, Fragen oder Unsicherheiten können Anlass für ein Gespräch sein.

Für Schülerinnen und Schüler

Meine Bürotür steht euch offen.

Vielleicht gibt es Schwierigkeiten mit Mitschülerinnen oder Mitschülern, Streit in der Klasse, Probleme zu Hause, Sorgen um Freundschaften, Prüfungsstress oder Unsicherheiten im Hinblick auf die eigene Zukunft.

Manchmal braucht es aber auch gar kein konkretes Problem. Vielleicht möchtet ihr einfach jemanden zum Reden haben oder gemeinsam überlegen, wie ihr mit einer bestimmten Situation umgehen könnt.

Die Schulsozialarbeit bietet einen geschützten Raum, in dem Gedanken und Gefühle ausgesprochen, Situationen sortiert und gemeinsam neue Perspektiven entwickelt werden können.

Dabei geht es nicht darum, Entscheidungen für euch zu treffen. Vielmehr möchte ich euch dabei unterstützen, eigene Lösungen zu entwickeln, eure Stärken wahrzunehmen und Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

Für Eltern und Erziehungsberechtigte

Auch für Eltern und Erziehungsberechtigte ist die Schulsozialarbeit eine Anlaufstelle.

Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen, Veränderungen wahrnehmen, Fragen zur sozialen oder persönlichen Entwicklung haben oder eine schulische Situation als belastend erleben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Gemeinsam können wir die Situation betrachten, mögliche nächste Schritte überlegen und – wenn erforderlich – weitere Unterstützungsangebote einbeziehen.

Dabei verstehe ich mich als Beraterin und Vermittlerin. Mein Anliegen ist es, gemeinsam mit Ihnen und im Sinne Ihres Kindes nach passenden Lösungen zu suchen. Bei Bedarf kann ich Kontakte zu außerschulischen Beratungs- und Unterstützungsangeboten herstellen.

Für Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte

Auch die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen ist ein wichtiger Bestandteil der Schulsozialarbeit.

Lehrerinnen und Lehrer erleben Schülerinnen und Schüler täglich im schulischen Kontext und nehmen häufig Veränderungen, Konflikte oder Belastungen frühzeitig wahr. Die Schulsozialarbeit kann hier eine zusätzliche sozialpädagogische Perspektive einbringen.

Gemeinsam können beispielsweise Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, Handlungsmöglichkeiten entwickelt oder geeignete Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Dabei ist mir eine wertschätzende, professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit besonders wichtig.

Schulsozialarbeit ergänzt sie Schule durch ihre sozialpädagogische Fachlichkeit und schafft zusätzliche Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung.

Prävention und sozialpädagogische Angebote

Ein weiterer wichtiger Bereich meiner Arbeit ist die Prävention.

Durch Projekte, Workshops, Gruppenangebote und weitere pädagogische Formate können Themen aufgegriffen werden, die für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag und für ihre persönliche Entwicklung relevant sind.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • soziale Kompetenzen und Klassengemeinschaft
  • Konfliktlösung und respektvolle Kommunikation
  • Medienkompetenz und Umgang mit sozialen Medien
  • Suchtprävention
  • Umgang mit Stress und Belastungen
  • Selbstvertrauen und Persönlichkeitsentwicklung
  • Zukunfts- und Berufsorientierung
  • Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Lebenswelten

Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu stärken, ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen zu fördern und sie dabei zu unterstützen, Herausforderungen zunehmend selbstständig und verantwortungsvoll zu bewältigen.

Vernetzung und Kooperation

Schulsozialarbeit arbeitet nicht isoliert innerhalb der Schule. Ein wichtiger Bestandteil ist die Vernetzung mit außerschulischen Einrichtungen und Fachstellen.

Dazu gehören beispielsweise Beratungsstellen, Kinder- und Jugendhilfe, soziale Einrichtungen, Behörden, therapeutische und weitere fachliche Unterstützungsangebote.

Wenn eine Situation zusätzliche Unterstützung erfordert, kann ich gemeinsam mit den Beteiligten nach einem passenden Angebot suchen und bei der Kontaktaufnahme unterstützen.

Dabei steht immer die individuelle Situation des Kindes oder Jugendlichen im Mittelpunkt.

Mein Verständnis von Schulsozialarbeit

Für mich bedeutet Schulsozialarbeit vor allem, Beziehungen aufzubauen, zuzuhören, Orientierung zu geben, Ressourcen sichtbar zu machen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Mir ist wichtig, Schülerinnen und Schüler nicht nur mit ihren schulischen Leistungen zu sehen, sondern als junge Menschen mit ihren individuellen Stärken, Interessen, Bedürfnissen und Lebensgeschichten.

Schule ist ein Ort des Lernens und der Bildung – gleichzeitig aber auch ein wichtiger Lebensraum. Deshalb möchte ich dazu beitragen, dass Schule ein Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche sich angenommen und ernst genommen fühlen, ihre Stärken entdecken und sich persönlich weiterentwickeln können.

Ich bringe dabei meine sozialpädagogische Erfahrung, Offenheit, Kreativität und Freude an der Zusammenarbeit mit und freue mich darauf, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Erziehungsberechtigten sowie dem gesamten Kollegium die Schulsozialarbeit an diesem Gymnasium weiterzuentwickeln.

Ich freue mich auf viele persönliche Begegnungen, gute Gespräche und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße

Bettina Schulten